Interview mit SRF 2

Glarus Süd will digitale Arbeitsplätze!

Veröffentlicht am 8. Oktober 2016

Liebe Freunde und Unterstützer von Digital Glarus, vielen Dank, dass Ihr immer zu unserem Blog kommt und unsere Nachrichten liest. Der heutige Beitrag ist über ein Interview, dass wir mit SRF hatten. Eine Randbemerkung: falls ihr nicht von der Schweiz seit und noch nie von SRF gehört habt, es handelt sich um DIE Schweizer Medien und auf SRF zu sein, das ist schon eine große Sache. Deshalb sind wir alle sehr begeistert.

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Zugegeben dieses Interview ist schon eine Weile her und es hat ein bisschen gedauert bis wir das Transkript online gestellt haben. Ja, wir hatten viel los und wir hatten unsere Hände voll mit vielen anderen Dingen.

Dieses Interview, nicht überraschend, handelt von unseren Visionen und die Zukunft von Digital Glarus. Falls Ihr bereits unseren Blog liest, wisst ihr bestimmt, dass wir versuchen Leben zurück nach Glarus zu bringen.

Auf geht’s! Glarus Süd die Zukunft von digitalen Arbeitsplätzen: Wir hoffen Euch gefällt das Interview mit SRF 2.

Philipp Gemperle : Regionalredaktor SRF

Guido Rudolfi : CEO of Cryptocash AG

Urs Kaiser : Marketing director of Glarus Süd

Nico Schottelius : CEO of ungleich GmbH, head of project Digital Glarus

Mathias Vögeli : Gemeindepräsident Glarus Süd

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Moderatorin​ : 

Ganz hinten im Glarnerland, da hat es die Leute hart getroffen in den letzten Jahren, zig Arbeitsplätze gingen verloren, riesige Industriegebäude stehen leer. Internationale Unternehmen haben ihre Industriebetriebe verkleinert oder geschlossen. Nun will Glarus Süd wieder Leben in die Leere bringen und setzt dabei auf Stellen im Informatikbereich. Das Glarnerland als Schweizer Silicon Valley, so zu sagen.

Ostschweiz Korrespondenz Phillip Gämperli berichtet.

Philipp Gemperle : Die Lins plätschert vor sich hin, manchmal fährt ein Auto durch, sonst nichts. Es ist ruhig in Glarus Süd. Auf beiden Seiten ragen die Berge steil empor. Hinten im Tal sieht man den imposanten Tödy.

Nico Schottelius : Wenn man hier jetzt nach Glarus kommt, insbesondere Glarus Süd, hat man richtig schönen charakteristischen Platz, wo man sich auch in Ruhe unterhalten kann. Und die Ruhe ist extrem wichtig für uns in der IT, dass man halt, wie soll ich sagen, wir sind kreative Leute, die sich konzentrieren können und auch müssen und daher ist es auch optimal hier.

Philipp Gemperle :  Das sagt Nico Schottelius, der Informatik Unternehmer hat hier vor kurzem ein über 100 jähriges Haus gekauft und er hat einen Plan.

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Nico Schottelius : Da kommen Leute dann hin mit dem Computer und können sich einfach niederlassen, arbeiten und können sich auch draußen im Garten, je nach dem, wie sie wollen und haben halt recht schöne Aussicht hier.

Philipp Gemperle: Schottelius bietet Räume an für ein dutzend Informatiker an. Für Informatiker, welche oft für sich an einem Projekt arbeiten, egal wo. Das Haus in Glarus Süd sieht zwar nicht wie ein Hightech Arbeitsplatz aus, die Böden knarren, in den Zimmern hat es alte Möbel, wie man sie aus Großmutters Stube kennt. Aber mitten in dieser Brockenhaus Atmosphäre sieht man auch Kabel, im Haus gibt es schnelles Internet ,das sei zentral, sonst  würden Informatiker aber nicht viel brauchen.

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Nico Schottelius : Ich muss sagen schlussendlich, was gibt es in Zürich, was es nicht in Glarus gibt, das ist nicht so all zu viel. Und die Wege, sagen wir jetzt, speziell Richtung Gemeinden oder Kanton sind eigentlich relativ kurz, dass man auch Sachen umsetzen kann und auch Sachen voranbringen kann hier.

Philipp Gemperle : Und dieses Potenzial will Glarus Süd künftig vermehrt nutzen. Genau solche Arbeitsplätze im Informatikbereich, wolle die Gemeinde ins hintere Glarnerland bringen, sagt Standortförderer Urs Kaiser.

Urs Kaiser : Ich denke, das sind noch ganz zarte Pflanzen, die wir jetzt entwickeln müssen, die wir weiterführen müssen, wo wir unterstützen müssen, wo wir vernetzen müssen und wo wir vor allem unser Netzwerk reinbringen und durch das Netzwerk der Partner profilieren. Das ist wie eine Gemeinschaft, die wir aufbauen um besser zu werden.

Philipp Gemperle : In Glarus Süd sollen die Firmen also eng zusammen arbeiten, man habe auch Kontakt zu Hochschulen, die Gemeinde will vermitteln. Zurzeit müsse Glarus Süd, die Möglichkeiten bei solchen Unternehmen erst bekannt machen aber nicht mit Promotionsständen und Werbe-Flyern.

Urs Kaiser : Ich glaube nicht an Promotionen in Zielmärkten und so Sachen, wir sind super gut, ich glaube daran, dass wir Projekte machen mit Netzwerkpartnern, die erfolgreich sind, die gut sind und dann über die Projekte über das Resultat unheimlich viel Promotion passiert.

Philipp Gemperle Mund zu Mund Werbung also unter den Informatikern, welche gut und international vernetzt sind. Einen Botschafter hat Glarus Süd bereits gefunden, Unternehmer Nico Schottelius veranstaltet regelmäßig Videokonferenzen mit seinen Kunden.

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Nico Schottelius : In einer unseren Videokonferenz mit einer unseren Kunden, hat sich der Kunde beschwert, dass der Hintergrund eigentlich zu schön ist und er sich ein bisschen deprimiert fühlt, weil er in seinem Büro sitzt in einem grauen Büro.

Philipp Gemperle : Der Tödy und die Linth als Hintergrund bei der Videokonferenz, das ist wohl die beste Werbung für neue Arbeitsplätze im Glarus Süd am hintersten Ende des Glarner Grosstals. 

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